Die Akupunktur ist ein Teilgebiet der Jahrtausende alten traditionellen chinesischen Medizin (TCM), die zum einen aus einer sehr komplexen Kräutermedizin und eben aus der Kunst besteht, Nadeln an ausgewählte Punkte des Körpers zu setzen, um eine Heilung herbeizuführen.

Um die Wirkung der Nadeln zu erklären, müssen wir uns von unserem westlich orientierten organzentrierten Denken lösen. In der chinesischen Medizin geht es darum, sogenannte Energieblockaden, -defizite, oder -überschüsse zu behandeln und den Energiefluss im Körper wieder zu harmonisieren. Diese für uns unsichtbare Lebensenergie, auch Qi oder Ki genannt, fließt durch im Körper befindliche sogenannte Meridiane, gleichsam wie Strom durch ein Kabel. Dort, wo der Strom unterbrochen ist oder sich staut, kommt es zu Disharmonie, Ungleichgewicht und Funktionsstörungen, welche schließlich für uns als Erkrankung in Erscheinung tritt.

Wie in einem Stellwerk der Eisenbahn, das die Weichen für die Züge stellt, lenken wir mit unseren Akupunkturnadeln den Strom „der Züge“ so, dass Stau, Verstopfungen und Blockaden beseitigt werden und sich die Energie wieder im ganzen Körper harmonisch ausbreiten kann.

Hilfreich ist die Akupunktur vor allem bei Schmerzen im Bereich der Bewegungsorgane wie Rücken, Schulter, Knie, aber auch bei chronischen inneren Erkrankungen wie Migräne oder Allergien. Auch Beschwerden, bei denen keine organische Ursache gefunden wird, können mit Akupunktur behandelt werden, da es sich hierbei häufig um eine energetische Störung handelt.

Durch umfangreiche Studien ist die Wirksamkeit der Akupunktur nun nachgewiesen worden, so dass die gesetzlichen Krankenkassen 10 – 15 Anwendungen bei chronischen Beschwerden des unteren Rückens und bei Kniearthrose (Gelenkverschleiß) übernehmen.

 
 
   
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